Presse
11.02.2010, 10:14 Uhr | WZ / Beatrix van Vlodrop
Osterath: MIT drückt aufs Tempo
Mittelstand fordert zügige Entwicklung des Ostara-Gebiets in Osterath.
Die Mittelstandsvereinigung (MIT) Meerbusch fordert einen „zeitnahen Abschluss der Planungen“ für das ehemalige Ostara-Gelände und deren Umsetzung. Die Planung dauere mittlerweile zehn Jahre und man sei dankbar, dass es Investoren gebe, die an diesem Standort rund 80 Millionen Euro investieren wollten, betont MIT-Vorsitzender Carsten Herlitz.

 Der auf dem Brachgelände geplante Frischemarkt schaffe Arbeitsplätze, steigere Meerbuschs Attraktivität und binde Kaufkraft. „Wenn gleichzeitig eine Bebauung nach ökologischen Kriterien erfolgt, wäre der Knoten endgültig zerschlagen.“ Man dürfe dem Investor jedoch nicht alle Gestaltungsspielräume nehmen. Der hatte sich in der Ostara-Sondersitzung zuletzt geweigert, über das Blockheizkraftwerk hinaus weitere ökologische Komponenten in der Konzeption zu berücksichtigen.

In der Zielsetzung, das Gelände zeitnah zu gestalten, stimmen die Grünen Herlitz zu. Allerdings müsse der Investor durchaus gestalterische Ansprüche erfüllen, betont der grüne Parteivorsitzende Jürgen Peters auf Nachfrage. „Ostara ist ein zentrales planerisches Entwicklungsgebiet.“ Das müsse so zukunftsfähig gestaltet sein, dass man die nächsten 70 Jahre damit leben könne. „Ohne eine starke ökologische Komponente bekommt das Carat-Projekt unsere Zustimmung nicht.“

„Die Zusammenarbeit funktioniert. Aber es gibt strittige Punkte, die schlecht zu lösen sind.“

Jürgen Peters über die schwarz-grüne Kooperation

Namentlich greift Herlitz die FDP an („Die MIT fordert insbesondere die FDP auf, ihre Blockade zu beenden und sich konstruktiv an dem Vorhaben zu beteiligen“), doch sein Appell richtet sich ebenso an die Grünen: Ohne sie bekommen CDU und Carat kein grünes Licht. Dass dies am Ende geschieht, glaubt Peters nicht: „Ich gehe nicht davon aus, dass das Projekt scheitert. Wir suchen nach einer optimalen Lösung.“ Die grün-schwarze Kooperation sei durch Ostara nicht in Gefahr, sagt er auf Nachfrage: „Wir können uns streiten, aber wir werden hoffentlich am Ende etwas Sinniges für beide Seiten finden.“

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