In der Zielsetzung, das Gelände zeitnah zu gestalten, stimmen die Grünen Herlitz zu. Allerdings müsse der Investor durchaus gestalterische Ansprüche erfüllen, betont der grüne Parteivorsitzende Jürgen Peters auf Nachfrage. „Ostara ist ein zentrales planerisches Entwicklungsgebiet.“ Das müsse so zukunftsfähig gestaltet sein, dass man die nächsten 70 Jahre damit leben könne. „Ohne eine starke ökologische Komponente bekommt das Carat-Projekt unsere Zustimmung nicht.“
„Die Zusammenarbeit funktioniert. Aber es gibt strittige Punkte, die schlecht zu lösen sind.“
Jürgen Peters über die schwarz-grüne Kooperation
Namentlich greift Herlitz die FDP an („Die MIT fordert insbesondere die FDP auf, ihre Blockade zu beenden und sich konstruktiv an dem Vorhaben zu beteiligen“), doch sein Appell richtet sich ebenso an die Grünen: Ohne sie bekommen CDU und Carat kein grünes Licht. Dass dies am Ende geschieht, glaubt Peters nicht: „Ich gehe nicht davon aus, dass das Projekt scheitert. Wir suchen nach einer optimalen Lösung.“ Die grün-schwarze Kooperation sei durch Ostara nicht in Gefahr, sagt er auf Nachfrage: „Wir können uns streiten, aber wir werden hoffentlich am Ende etwas Sinniges für beide Seiten finden.“

